Stadumer Chronik

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  Einführung in die Stadumer Chronik
Als wir im März 1997 mit unserem Quellenstudium zu diesem Buch begannen, überraschte uns die Vielfalt der Abhandlungen und Geschichten, die im Laufe der Zeit über die Friesen – zu denen auch die Stadumer Vorfahren gehörten - geschrieben worden sind. Sie führten uns auf die Spuren der ersten menschlichen Ansiedlungen, und zeigten uns den landschaftlichen Wandel im Laufe der Jahrhunderte in unserem Land auf. Trotz unserer wachsenden Faszination beim Studium der bewegten Geschichte Schleswig-Holsteins und Nordfrieslands haben wir uns bemüht, nur dann einen Blick über das Dorf hinaus auf das Geschehen in Kreis und Land zu werfen, wenn uns das zum allgemeinen Verständnis der Gesamtsituation notwendig erschien. Dies war vor allem bei der Entstehungsgeschichte unseres Landes und verschiedener geschichtlicher Begebenheiten unumgänglich. 
Die landwirtschaftliche Struktur Stadums lässt sich bis ins 15.Jahrhundert nachweisen. Unsere Suche nach bäuerlichen Familien, die über Jahrhunderte ausschließlich hier gelebt haben, war aber nur bei den Besitzern des Gutes Fresenhagen erfolgreich. Die ältesten, heute noch in zweiter oder dritter Generation hier ansässigen Stadumer Familien sind erst im 19. / 20. Jahrhundert zugewandert. Wesentliche Gründe für die relativ späte, dauerhafte Ansiedlung bäuerlicher Familien auf Stadumer Gebiet waren vor Zeiten die nährstoffarmen Böden, aber auch die Besorgnis der Siedlungswilligen, in Abhängigkeit zu den Besitzern auf Gut Fresenhagen zu geraten. Nach Aufhebung der Leibeigenschaft, und nachdem Bodenreformen und verbesserte Düngemittel günstigere Perspektiven schufen, konnten sich Bauern und Landwirte auch auf unserem Geestrücken gesicherte Existenzen aufbauen. 
Seit dem 14.Jahrhundert gehört die Gemeinde Stadum zum Kirchspiel Leck und verwaltungstechnisch seit 1967 zum Amt Karrharde. Sie liegt in der Mitte der östlichen Grenze des ehemaligen Kreises Südtondern auf der Geest. Im Norden wird sie begrenzt von der Gemeinde Sprakebüll, im Osten von der Gemeinde Hörup, im Süden von Soholm und im Westen von den Gemeinden Schardebüll, Enge, Klintum und Leck. Stadum besteht aus den Gemarkungen Stadum, Fresenhagen und Holzacker in einer Gesamtgröße von 2010 ha. Das Gelände fällt von Westen 
( Langenberger Forst ) mit 23 m über NN, nach Osten bis zur Spölbek und dem Grenzgraben Holzacker bis auf 5 m über NN, und bis zur äußersten Südspitze bei Linnerhof bis auf 2 m über NN ab. Ebenso senkt es sich vom Langenberger Forst zur nördlichen Gemeindegrenze bis auf 4,8 m über NN. 
Am 01 Juni 2001 zählte Stadum 1021 Einwohner, 552 männliche und 469 weibliche. Durch die Fluktuation bei den Bundeswehrangehörigen waren häufige Schwankungen die Regel. Der Zugzug junger Familien in die neuen Baugebiete machte sich jedoch durch eine leicht steigende Tendenz bei den Einwohnerzahlen bemerkbar. 
Uwe Langer
 


Juli 2016                         © 2003 Langer/Knudsen                         Home